18.08.2015

Viele pflegende Angehörige kämpfen mit depressiven Phasen

In Deutschland werden 70% der Pflegebedürftigen zuhause betreut. Welche Folgen die hohe emotionale und psychische Belastung für pflegende Angehörige haben kann, hat jetzt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Private Pflegeberatung Compass untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend.

Jeder Zweite (65%) fühlt sich mit der Pflege von Angehörigen manchmal bis häufig überfordert. Und 73% der Pflegenden empfinden die Tätigkeit emotional und psychisch eher bis sehr belastend. Jeder Dritte (32%) gab außerdem an, dass die Belastung vorübergehend zu depressiven Phasen geführt habe. Bei Menschen, die demenzkranke Angehörige betreuen, steigt dieser Anteil sogar auf 40%.
Umso wichtiger sei es, Entlastungsangebote anzunehmen, um sich zu erholen und Kraft zu tanken, betont die Private Pflegeberatung. Die Kosten hierfür würden in vielen Fällen von der Pflegeversicherung übernommen. Allerdings hat die Forsa-Umfrage diesbezüglich ein Defizit aufgedeckt: Jeder zweite Befragte (50%) fühlte sich schlecht oder weniger gut über bestehende Entlastungsangebote informiert. (tu)

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